Mitarbeiter schulen Mitarbeiter

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Mitarbeiter schulen Mitarbeiter

Hier bei Acando haben wir die Möglichkeit uns regelmäßig fortzubilden, sowohl intern als auch extern. Im vergangenen Jahr haben ein paar fleißige Kollegen eine interne Schulungsreihe , bestehend aus vier Modulen, für Projektleiter ausgearbeitet – von Projektleiter für Projektleiter – ganz nach dem Motto “Mitarbeiter schulen Mitarbeiter”. Der erste Teil war in zwei grobe Themenbereiche und Tage eingeteilt: Kommunikation und Präsentation. 

Part 1: Kommunikation

Nach einer kurzen und kreativen Vorstellungsrunde, in der wir uns im Zuge der modernen Zeit mit Hashtags wie in den sozialen Medien beschreiben durften, sind wir dem ersten Thema „Kommunikation“ auf den Grund gegangen. Was ist Kommunikation eigentlich und wie macht sich fehlgeschlagene Kommunikation bemerkbar? Über Sender-Empfänger-Modelle und Diskussionen sind wir zu Themen wie z.B. aktives Zuhören und Laternen-Interventionen gekommen. Wie funktioniert aktives Zuhören und wie kann ich vermeiden, dass ich im Gespräch mit dem Gegenüber abdrifte und einen inneren Monolog führe und somit zu einer sogenannten Laterne werde? Der Schlüssel liegt hier im Visualisieren und Fragen stellen.

Zielgruppen – eine Typfrage

Anschließend wurde gebrainstormt, wie wir mit unterschiedlichen Zielgruppen kommunizieren d.h.: mit anderen Projektleitern, Endnutzern, Management und Technikern. Bei der Kommunikation mit Endnutzern ist zu beachten, dass man ihm auf Augenhöhe begegnet, ihn kontinuierlich einbezieht und klare Informationen bereitstellt. Das Management stuften wir als knapp angebunden, dominant, erfahren und selbstbewusst ein. In der Kommunikation ist zu beachten, dass klare Aussagen getroffen werden und formal kommuniziert wird. Hilfreich ist hier das „DISC Modell“.  Dieses Modell umfasst Persönlichkeits-/ Kommunikationstypen. Es gibt den dominanten, initiativen, gewissenhaften und stetigen Typen. Mit welchem Typen sollte wie kommuniziert werden? Hierzu notierten wir uns einige Dos and Don’ts. Außerdem redeten wir über das Thema Störungen. Wie gehe ich mit Störungen um? Spreche ich das Problem direkt an? Hier stellt sich immer die Frage, ob es sich um das Thema, um mich selbst, um die Gruppe oder um das Umfeld/Umwelt handelt.

Neben der verbalen Kommunikation spielt die nonverbale Kommunikation, nämlich unsere Körpersprache (Gestik, Mimik, Stand und Haltung), ebenfalls eine wichtige Rolle, um erfolgreich moderieren und präsentieren zu können. Dazu wurden uns einige Beispiele veranschaulicht.

Part 2: Präsentation

Zum Ende des ersten Tages bereiteten wir uns noch etwas auf unsere Präsentationen vor, die wir schon vorab als Hausaufgabe bekommen haben. Unsere Zielgruppe war der Lenkungsausschuss. Es gab noch einige Tipps zur Foliengestaltung. Folien sollen möglichst nach dem KISS Prinzip gestalten werden soll (Keep it short and simple). Zu viele Effekte, Farben und Folien generell lassen eine Präsentation schnell unprofessionell wirken. Hier bei Acando haben wir den Vorteil des Folienmasters, der zentral vom Marketing vorgegeben wird. Der Inhalt sollte der Zielgruppe natürlich angepasst sein. Zum Abschluss machten wir uns über die Frage „was macht mich zum besten Präsentator ever?“ Gedanken.  Hierzu holten wir uns Feedback bei anderen Teilnehmern ein, aber wir durften uns auch ordentlich selbst loben. Und in dem Kontext hat Eigenlob auch nicht gestunken, sondern hatte die Wirkung einer Selbstbewusstseinsspritze für den darauffolgenden Tag, nämlich für unseren Präsentationstag.

Live präsentieren

Der Start in den Tag an einem Samstagmorgen wurde uns mit Kaffee und Franzbrötchen versüßt. Nach kurzer Begrüßung ging es schon direkt ans Präsentieren. Zuerst hatten wir die Möglichkeit in einer „Buddy-Präsentation“, also zu zweit, uns unsere einzelnen Ergebnisse vorzustellen und zu üben. Kleine Tipps wurden hier schon direkt umgesetzt. Anschließend wurde in größerer Runde präsentiert. Nach jeder Präsentation wurde direktes Feedback zu Präsentationsstil, Körpersprache und Foliendesign sowohl aus der Gruppe als auch von unseren Coaches gegeben.  

Zusammenfassend war diese interne Schulung super aufschlussreich. Es war die optimale Mischung aus Theorie und Praxis. Jeder einzelne Teilnehmer konnte etwas für sich ganz persönlich mitnehmen. Und der Spaß ist auf jeden Fall nicht zu kurz gekommen. 

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